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Malerei


Werk und Stil
Die Malerei von Eva Weymann lässt sich in Werkschleifen und Genre Untergruppen einteilen. Intérieur, Bild der Frau, Naturstudien und Zeichnung. Anfangs trennte Weymann stark Fotografie und Malerei. In den neueren malerischen Arbeiten sind Fotografie und Malerei verschmolzen und die qualitative Überlegenheit der Ölfarbe auf Leinwand als bewährter  Bildgrund  gegenüber fotografischen Diasec Verfahren wird gerne betont.
Häufig verwendet sie als Inspiration alte Postkarten oder gefundene oder eigene Fotografien, die sie hochauflösend einscannt und malerisch weiter verwendet. Hier geht es ihr um die grösstmögliche malerische Abstraktion fotografischer Abbilder. 2024 malte sie mit einem Stipendium der Thüringer Kulturstiftung den Rosengarten Rolika.
Weymann sagt dazu: "Durch die alte Fotografie, den Postkartendruck und meinem Scan der Postkarte, finde ich diese Orte bereits mehrlagig abstrahiert . Während die ursprüngliche  Fotografie ein Kontinuum an Farbe und Information ist, wird die Information des Bildes durch seine Reproduktion als Postkarte technische reduziert, also abstrahiert. Durch die mikroskopische Betrachtung dieser bereits abstrahierten Information wird das Bild zunehmend diskret. Dieser Wandlungsmechanismus ist Thema meiner Malerei. Denn durch das Malen der diskreten Information der abstrahierten Fotografie wird das Bild – also die entstehende Malerei – wieder zum Kontinuum. Auch die Umkehr der Funktion des Bildes finde ich spannend: während der Druck von Postkarten die Fotografie für die Masse zugänglich macht, ist Malerei immer eine Singularität. Der Output von Repro Maschinen ist leblos, Malerei hingegen hat Hand, Hirn und Herz.
Meine Datei des gescannten Postkartendrucks ermöglicht es mir, mich in eine  Sekunde der Vergangenheit  hineinzu „zoomen“ und  mich in dieser so lange aufzuhalten, wie es mir beliebt. Die technischen Gegebenheiten des Drucks und die Unsauberkeit der Koloration, die  in der extremen Vergrösserung auftreten, sind für mich sensationell. Durch Malerei kann ich all das so manifestieren, dass das Motiv potentiell weit in der Zukunft zu sehen sein kann. Malerei als technische Transistorin von Welt. Als Zeitmaschine. " 
(Aus: Eva Weymann- Gespräche mit Boris Siradovic, Mosaique.org, Leipzig)
„Die fundamentale Spannung zwischen diskreten und kontinuierlichen Größen, zwischen
Zahlen und geometrischen Figuren prägt und befruchtet die Geschichte der Mathematik
seit mehr als 4000 Jahren. Eva Weymanns Malerei gibt diesem Thema einen lebendigen und emotional bewegenden Ausdruck, der zugleich zu einer Reflexion über Vergänglichkeit und Ewigkeit einlädt.“
Prof. Dr. Gregor Nickel (Funktionalanalysis und Philosophie der Mathematik, Universität
Siegen)
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